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Österreich 2. Republik

Münzsammlung zur 2. Republik


Entstehung und Aufbau (1945-55)


In der "Moskauer Deklaration der Vier Nationen" vom 1.11.1943 proklamierten die USA, Großbritannien, die UdSSR und China die Wiederherstellung der Republik Österreich als eines ihrer Kriegsziele. In den von sowjetischen Truppen seit Ende März 1945 eroberten Gebieten des östlichen Österreich bildete der Sozialdemokrat Renner am 27.4.1945 eine provisorische Regierung, die am selben Tag die Wiederherstellung der Republik Österreich verkündete. Diese Regierung aus Sozialdemokratischer Partei Österreichs (SPÖ), der neu gegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) führte mit Wirkung vom 1.5.1945 die Verfassung von 1920 wieder ein und annullierte alle nationalsozialistisch bestimmten Gesetze.
 
Am 20.10.1945 wurde die provisorische Regierung auch von den westlichen Besatzungsmächten anerkannt. Nachdem Anfang Mai 1945 amerikanische, britische und französische Truppen in das westliche Österreich eingerückt waren, übernahmen die USA, die UdSSR, Großbritannien und Frankreich mit dem Ersten Kontrollratsabkommen die oberste Regierungsgewalt in Österreich und grenzten ihre Besatzungszonen gegeneinander ab. Zur sowjetischen Zone gehörten das Burgenland, NÖ und OÖ nördlich der Donau, zur amerikanischen Zone Salzburg und OÖ südlich der Donau, zur britischen Zone die Steiermark, Kärnten und Osttirol sowie zur französischen Zone Nordtirol und Vorarlberg. An der Spitze der Besatzungszonen standen Oberbefehlshaber, die als militärische Kommissare den Alliierten Kontrollrat bildeten; ihm waren die österreichischen Gesetzgebungsorgane verantwortlich. Die Wiener Bezirke 2 - 21 wurden unter den Besatzungsmächten in vier Sektoren eingeteilt.
Bei den ersten Nationalratswahlen, an denen frühere Mitglieder der verbotenen NSDAP, SA und SS nicht teilnehmen durften, wurde die ÖVP stärkste Partei, gefolgt von SPÖ und KPÖ. Am 20.12.1945 wählte der Nationalrat L. Figl zum Bundeskanzler, Renner zum Bundespräsidenten.

Auf Grundlage fester Koalitionsvereinbarungen bildeten ÖVP und SPÖ 1947-66 eine große Koalition, wobei die ÖVP den Bundeskanzler, die SPÖ den Vizekanzler stellte. Seit den Wahlen von 1949 wurden die Teilnahmebeschränkungen für frühere Mitglieder der NSDAP allmählich gelockert, später aufgehoben. Die ÖVP konnte ihre Position als stärkste Partei im Nationalrat behaupten (bis 1970). 1949 trat zum ersten Mal ein Verband der Unabhängigen hervor, der 1955/56 der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) wich. Seit 1947 verloren die Kommunisten ihr auf die sowjetischen Besatzungsmacht gestütztes starkes politisches Gewicht immer mehr. Mit einer Streikbewegung versuchten sie im Oktober 1950 vergeblich, die bestehende Gesellschaftsordnung nach volksdemokratischem Muster zu revolutionieren. Unter den Bundespräsidenten Renner und Körner sowie den Bundeskanzlern Figl und Raab vollzog sich auf parlamentarisch-demokratischer Basis der Aufbau der Zweiten Republik. Der wirtschaftliche Neubeginn war besonders in der sowjetischen Besatzungszone schwierig, da die UdSSR das frühere deutsche Eigentum unter Berufung auf das Potsdamer Abkommen beschlagnahmte, auf Demontagepläne bestand sowie Nutzungsrechte bei der Erdölförderung beanspruchte. Eine strenge Budgetpolitik und die Stabilisierung der Währung leitete einen wirtschaftlichen Aufschwung ein.


Vom Staatsvertrag zur Alleinregierung der SPÖ (1955-70)


1957-65 war Schärf, 1965-74 Jonas Bundespräsident, 1961-64 Gorbach und 1964-70 Klaus Bundeskanzler. Hatte die große Koalition ihre innere Stärke aus der Erinnerung an den verhängnisvollen Konflikt zwischen Sozialisten und Bürgerlich-Konservativen in der Zeit der Ersten Republik und aus der Notwendigkeit einer gemeinsamen Haltung gegenüber den Besatzungsmächten nach dem Zweiten Weltkrieg bezogen, so nahm nach dem Gewinn der Unabhängigkeit die Kritik an einem stark ausgerichteten Proporzdenken und dem Fehlen einer starken parlamentarischen Opposition zu. Zeitweilig belastete die Frage einer Einreise Otto von Habsburg-Lothringen die ÖVP/SPÖ-Koalition stark.


Die Ära Kreisky


Nachdem die SPÖ 1970 stärkste Partei in der Nationalversammlung geworden war, bildete B. Kreisky eine sozialistische Minderheitsregierung, von der FPÖ in Sachfragen, unter anderem bei der Wahlrechtsreform, gestützt. Bei den Wahlen von 1971, 1975 und 1979 gewann die SPÖ die absolute Mehrheit der Mandate.
Im Juni 1974 wählte die Bevölkerung den SPÖ-Kandidaten R. Kirchenschläger zum Bundespräsidenten. Mit knapper Mehrheit lehnte die Bevölkerung 1978 die Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf - und damit die Nutzung von Atomenergie in Österreich - ab.
In der Außenpolitik scheiterten 1971 die österreichischen Bemühungen um ein Assoziierungsabkommen mit der EG.

Die Koalitionen seit 1983


Nachdem die SPÖ bei den Nationalratswahlen im April 1983 ihre absolute Mehrheit verloren hatte, trat Kreisky als Bundeskanzler zurück; sein Nachfolger F. Sinowatz führte 1983-86 eine Koalition aus SPÖ und FPÖ. Am 16.6.1986 übernahm F. Vranitzky das Amt des Bundeskanzlers, der nach dem Bruch der SPÖ/FPÖ-Koalition und den Wahlen vom 23.11.1986 im Januar 1987 mit der ÖVP eine 2. Regierung der großen Koalition bildete (erneuert nach den Wahlen vom 7.10.1990).
Am 24.5.1992 wählte die Bevölkerung im zweiten Wahlgang T. Klestil, den Kandidaten der ÖVP, zum Bundespräsidenten. Er wurde 1998, diesmal als überparteilicher Kandidat, wieder gewählt. Die von der Regierung Vranitzky eingeleitete Verschärfung des Asylrechts löste eine innenpolitische Kontroverse aus; das von Haider und der FPÖ im Januar 1993 initiierte Volksbegehren zur "Ausländerfrage" blieb jedoch ohne Erfolg. Ab 1993 kam es zu Briefbombenattentaten gegen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, unter anderem 1993 gegen den Wiener Bürgermeister Helmut Zilk, und gegen Angehörige nationaler Minderheiten. 2000 Selbstmord des Einzeltäters. 1995 wurde ein Nationalfonds der Republik Österreich für NS-Opfer gestiftet. Bei den Wahlen zum Nationalrat am 9.10.1994, die die Opposition enorm stärkten, behauptete die sehr geschwächte SPÖ dennoch ihre führende Stellung und bildete unter Bundeskanzler Vranitzky zusammen mit der ÖVP erneut eine große Koalition, die nach ihrem Bruch durch die ÖVP und vorgezogenen Neuwahlen am 17.12.1995 noch einmal zustande kam.
Am 24.10.2000 unterzeichnete die Bundesregierung Österreichs mit den USA, Ungarn der Tschechischen Republik, Polen, Weißrussland, Russland und der Ukraine ein Abkommen zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern.
Im Streit um die Regulierung der Hochwasserschäden vom Sommer 2002 riskierten Haider und mit ihm ein Großteil der FPÖ mit dem Beharren auf Steuerreformen den Rücktritt der FPÖ-Minister und damit den Bruch der Koalition (9.9.2002). Bei den Neuwahlen am 24.11.2002 musste die FPÖ erstmals wieder eine deutliche Niederlage einstecken. Klarer Sieger der Wahl wurde die ÖVP unter Schüssel, die erstmals seit der Wahl 1966 wieder die stärkste Partei im Parlament stellt. Nach wochenlangen Sondierungsgesprächen mit allen Parteien ging Schüssel am 28.2.2003 erneut eine Koalition mit der FPÖ ein. Sie setzte, auch zur Sanierung des Staatshaushaltes, eine umfassende Reformpolitik in Gang und musste sich angesichts ausbleibender Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit herber Kritik erwehren. Im Mai 2003 wurde der so genannte Ö.-Konvent eingerichtet, der eine umfassende Staats- und Verfassungsreform erarbeiten soll. - Am 25.4.2004 wurde H. Fischer zum Bundespräsidenten gewählt. Im April 2005 kam es nach der Gründung des Bündnisses Zukunft Österreich zur Spaltung der FPÖ. Das BZÖ, dem sich große Teile der Führungsspitze der FPÖ anschlossen, führte die Reg.-Koalition mit der ÖVP fort.

 

EU-Beitritt und veränderte Sicherheitspolitik


Noch mit ausdrücklichem Neutralitätsvorbehalt hatte die Regierung uner Vranitzky im Juli 1989 einen Aufnahmeantrag bei der EG gestellt. Mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes geriet die Frage der Neutralität immer stärker in die innenpolitische Diskussion.
Die internationale Kosovokrise 1999 sowie besonders die Terrorangriffe auf die USA im September 2001 verstärkten die Diskussion um die strategische Ausrichtung der Sicherheitspolitik.

 

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Geschichte der 1. Republik

 





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